Ich
will es wissen
Wann wurde zum ersten Mal etwas, das Sie geschrieben haben, veröffentlicht?
Das war 1950, als ich nach drei Jahren Haft im russischen KZ Sachsenhausen entlassen
wurde.
Was war das für eine Story?
Eine Kurzgeschichte, die eine Berliner Tageszeitung – der „Telegraph“ veröffentlichte.
Ich weiß noch den Titel. „Und er lachte ihm ins Gesicht“.
Es ging dabei um einen Gefangenen in einem russischen GPU-Keller.
Wann haben Sie angefangen, an der „Flaschenpost“ zu
arbeiten?
Das war 1992. Solange ich berufstätig war, hatte ich nicht die Zeit zum
Schreiben. Aber Ideen, die irgendwo in meinem Gehirn abgelegt wurden, gab es
reichlich.
Warum dauerte es so lange, diesen Roman zu schreiben.
Die Recherchen waren sehr aufwendig. Ich wollte mir ein Bild machen, was vor
rund dreieinhalbtausend Jahren im östlichen Mittelmeer geschichtlich, politisch
und kulturell ablief. Hinzu kommt, dass ich die Arbeit an dem Roman aus persönlichen
Gründen für mehr als zwei Jahre unterbrechen musste.
Haben Sie sich als Autor irgendwelchen Grundsätzen
verpflichtet?
Oh ja! Für die Flaschenpost hatte ich den Grundsatz <Die Handlung muss
stimmend sein>.
Was meinen Sie mit „stimmend“?
Ich meine, dass kein Detail des Romans unserem heutigen Wissensstand widersprechen
sollte. Die uns bekannte Welt, unser Biotop Erde, ist so voller Wunder, dass
ein utopischer Roman nicht Einstein widersprechen muss, um Spannung und Staunen
zu erleben.
Es ist ungewöhnlich, dass ein Taschenbuch farbige
Illustrationen und Graphiken bietet.
Das ist sicherlich richtig. Aber es geht ja nicht um ein Bilderbuch sondern darum,
Erläuterungen leichter verständlich zu machen, als es durch Worte möglich
ist. Wenn man dafür einen exzellenten Illustrator wie David van Eendenburg
gewinnen kann, ist es wie ein Geschenk des Himmels.
Was erwarten Sie für sich in den kommenden Jahren?
Ich bin seit einigen Monaten dabei, Ideen für einen neuen Roman zu sammeln.
Und worum handelt es sich bei diesem Objekt?
Sicherlich werden Sie verstehen, dass es noch viel zu früh ist, hierüber
zu sprechen.

"Harald Beer studierte in Berlin Volkswirtschaft und
Politik, war Schulungsleiter
und Verkaufstrainer bevor
er sich selbständig machte. Heute lebt er im Süden Hamburgs
und genießt seinen "aktiven
Ruhestand".
Sie können ihn erreichen unter:
beer-hamburg@web.de
oder
telefonisch
040/764 28 247"